Titel des Vortrags: Konfiguration - Kern komplexer Projekte und ein Produktziel
Level: Einsteiger
Datum und Uhrzeit: Donnerstag, 29. Oktober 2009, 11:00 - 11:45 Uhr
Raum: Rom
Inhalt: Das Konfigurationsmanagement kann scheinbar von jedermann verstanden und sofort realisiert werden. Dies führt i.d.R. durchweg zu kurzlebigen Ansätzen, die das Gegenteil einer durchdachten Lösung sind, welche eine über mehrere Produktzyklen verfügbare und stabile Grundlage für viele Beteiligte bilden soll.
Folgende Voraussetzungen führen zum Erfolg:
- CM wird von der Projektleitung unterstützt und frühzeitig hinzugezogen;
- Arbeitsabläufe und Zuständigkeiten zwischen Teams und Partnern sind klar definiert;
- die Einheiten bzw. der Gegenstand von Lieferungen (configurable items CIs) mit messbaren Eigenschaften (Qualitätskriterien) sind bekannt und akzeptiert;
- Änderungen jeglicher Art werden durch begleitende CM-Abläufe ein- und ausgeführt.
- CM-Infrastruktur, Methodik, Generierung und Datenrepositories (Import/Export/Konsistenz) werden von CM-Experten gepflegt.
Den Kenntnisstand bzgl. CM soll man bei der Wahl der Umgebung u.a. mit berücksichtigen, um Anpassungen unpassender Umgebungen zu vermeiden. Außerdem soll man Partnern das CM-Tool nicht aufzwingen, sondern mit klaren Kriterien und autarken Liefereinheiten das Ziel nennen. Auf dieser Basis kann sowohl das Projekt als auch das Produkt gut „konfiguriert“ werden (Verteilen auf Partner und internationale Sites, Make-or-Buy Entscheidungen) und man kann schnell auf den Markt reagieren (Features sind auch CI’s; Fehlerbehebung; Kundenlösungen). Eine solche Arbeitsumgebung lässt sich gut automatisieren und liefert aktuelle und genaue Aussagen zu Produkt, Qualität und Projekt und entlastet die Entwicklung von Routineaufgaben.
Guenter Dörfler ist seit über 20 Jahren in der industriellen Softwareentwicklung, hauptsächlich im Support für Softwareprojekte tätig. Über die anfänglichen Erfahrungen bei der Einführung der sog. CASE Methoden und dazugehöriger Werkzeuge hat er sich auf Konfigurations-Management im weiteren Sinne spezialisiert. Neben kommerziellen Werkzeugen hat er auch proprietäre Lösungen spezifiziert, entwickeln lassen und zusammen mit Methoden eingeführt. Seine langjährigen Erfahrungen hat er mit ClearCase und MultiSite und relationalen Datenbanken für das Changemanagement in der Kommunikationstechnik/Festnetze bei Siemens gemacht. Danach folgte einige Zeit bei Philips/NXP im Mobilfunkbereich in der embedded Softwareentwicklung und –Integration, u.a. unter Verwendung von ClearCase, ClearDDTs und Telelogic Change. Dort wurden auch sog. „Micro-CM“s mit Tools aus der OpenSource-Welt betrieben (GIT, SVN, CVS, Bugzilla), insbesondere bei „lose“ gekoppelten Entwicklungspartnern bzw. Zulieferern. Im Augenblick ist er in einem Projekt der Automatisierungstechnik tätig.



